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Kennzahlen

Kennzahlen mit klarer Rechenregel

Eine Kennzahl hilft nur, wenn alle gleich rechnen. Diese Beispiele zeigen, wie wir die gängigsten in vier Branchen definieren. Im Fragen-Workshop passen wir jede Definition an Ihr Unternehmen an.

Wichtig
Das sind Beispiele für Definitionen, keine Ziele oder Branchendurchschnitte.
So lesen Sie
Jede Kennzahl nennt die Rechenweise und die Stelle, an der sie gern täuscht.
Wie viele
Wenige pro Dashboard. Je weniger Zahlen, desto aufmerksamer wird jede gelesen.

Nach Branche

Beispiele für Kennzahlen, mit Rechenweg und Stolperstelle

Alle Beispiele verwenden zusammengefasste Betriebszahlen. Für Praxen heißt das: keine Angaben zu einzelnen Patientinnen und Patienten im Dashboard.

Onlineshops

Durchschnittlicher Bestellwert
So rechnen wir: Umsatz im Zeitraum, geteilt durch die Zahl der bezahlten Bestellungen.Wo es täuscht: Eine einzelne Großbestellung hebt den Durchschnitt; zusätzlich den Median anzusehen hilft.
Stornoquote
So rechnen wir: Stornierte Bestellungen, geteilt durch alle Bestellungen im Zeitraum.Wo es täuscht: Wird erst in einem anderen Monat storniert, muss das Bezugsdatum festgelegt sein.
Ladenhüter
So rechnen wir: Artikel ohne Verkauf in den vereinbarten letzten Tagen, nach Kategorie.Wo es täuscht: Saisonware wirkt außerhalb der Saison wie ein Ladenhüter.
Kosten pro Anfrage
So rechnen wir: Werbeausgaben, geteilt durch die erzeugten Kontakte im Zeitraum.Wo es täuscht: Jede Plattform zählt Kontakte anders; erst die Regel festlegen, dann vergleichen.

Handel

Umsatz pro Tag
So rechnen wir: Summe aller Kassenbons eines Tages, abzüglich Stornos.Wo es täuscht: Feiertage und Veranstaltungen verzerren den Vergleich mit gewöhnlichen Tagen.
Durchschnittsbon
So rechnen wir: Umsatz, geteilt durch die Zahl der Bons im Zeitraum.Wo es täuscht: Auf mehrere Bons aufgeteilte Gruppenrechnungen drücken den Wert.
Wareneinsatzquote
So rechnen wir: Wareneinsatz, geteilt durch den Nettoumsatz im Zeitraum.Wo es täuscht: Ohne regelmäßige Inventur stimmt der Wareneinsatz nur ungefähr.
Stundenumsatz
So rechnen wir: Nettoumsatz, geteilt durch die geöffneten Stunden.Wo es täuscht: Sonderöffnungen und Veranstaltungen sollten getrennt betrachtet werden.

Praxen

Terminauslastung
So rechnen wir: Gebuchte Termine, geteilt durch die verfügbaren Termine.Wo es täuscht: Gesperrte Zeiten für Besprechungen oder Urlaub müssen aus dem Nenner herausgerechnet werden.
Ausfallquote
So rechnen wir: Nicht wahrgenommene Termine, geteilt durch die vereinbarten Termine.Wo es täuscht: Rechtzeitig verschobene Termine zählen nicht als Ausfall.
Folgetermine
So rechnen wir: Vereinbarte Folgetermine, geteilt durch Termine, bei denen einer empfohlen wird.Wo es täuscht: Setzt voraus, dass die Empfehlung überhaupt festgehalten wird.
Wartezeit
So rechnen wir: Minuten zwischen Eintreffen und Beginn des Termins, nach Tageszeit.Wo es täuscht: Ohne erfasste Ankunftszeit gibt es diese Zahl nicht.

Dienstleistungsbetriebe

Offene Angebote
So rechnen wir: Versendete Angebote ohne Antwort, die länger offen sind als die vereinbarte Frist.Wo es täuscht: Ein bereits verlorenes, aber nicht abgeschlossenes Angebot bläht die Zahl auf.
Durchlaufzeit
So rechnen wir: Tage zwischen Auftragsbestätigung und Lieferung, nach Projektart.Wo es täuscht: Wartet ein Projekt auf Rückmeldung der Kundschaft, verlängert sich die Zeit ohne Verschulden des Teams.
Stunden pro Projekt
So rechnen wir: Erfasste Stunden je Projekt im Zeitraum.Wo es täuscht: Aussagekräftig nur, wenn das Team Stunden regelmäßig bucht.
Erwartete Zahlungseingänge
So rechnen wir: Summe der Rechnungen, die im Monat fällig werden.Wo es täuscht: Zahlt die Kundschaft verspätet, rutschen Beträge in den Folgemonat.

Begriffe

Dashboard-Begriffe, ohne Fachjargon

Die folgenden Wörter kommen in jedem Projekt vor. Wer ihre Bedeutung vorab klärt, erspart sich viele Besprechungen.

nur ein Beispiel

Zeitreihe über sechs Monate mit einer Ziellinie. Die korallenroten Säulen lagen unter dem Ziel und würden eine Warnung auslösen. Die Werte sind erfunden und stehen für keinen realen Betrieb.
Kennzahl
Eine Zahl mit schriftlicher Rechenregel. Der durchschnittliche Bestellwert ist zum Beispiel der Umsatz geteilt durch die Bestellungen, und das Dashboard sagt, welche Bestellungen mitzählen.
Ziel
Der Wert, den Sie als Maßstab für eine Kennzahl vereinbaren. Er kann eine Untergrenze, eine Obergrenze oder ein Bereich sein.
Zeitreihe
Die Werte einer Kennzahl im Zeitverlauf, pro Tag, Woche oder Monat. Daraus entsteht ein Linien- oder Säulendiagramm.
Filter
Ein Ausschnitt, den die Leserin oder der Leser selbst auf der Seite setzt, etwa Zeitraum, Kanal, Standort oder Team.
Ansicht
Eine Seite des Dashboards zu einem Thema, mit wenigen Kennzahlen und den Filtern, die dazu passen.
Datenquelle
Wo die Daten entstehen: Tabelle, Buchhaltung, Onlineshop, Werbekonto oder Formular.
Datenbasis
Die Gesamtheit der geordneten Tabellen, die alle Dashboards speist, nach Bereinigung und Vereinheitlichung.
Spalte
Jedes Feld einer Tabelle, etwa Bestelldatum, Betrag oder Kanal. Eine gute Spalte hat genau eine Bedeutung.
Warnung
Automatische Nachricht per E-Mail an die verantwortliche Person, wenn eine Kennzahl den vereinbarten Bereich verlässt.
Aktualisierungsroutine
Der Vorgang, der neue Daten aus den Quellen holt. Das Dashboard zeigt, wann zuletzt aktualisiert wurde.
Dashboard
Die Summe der Ansichten zu einem Thema oder Bereich, unter einer Adresse und mit demselben Zugang.
Kennzahlenverzeichnis
Das Dokument, das für jede Kennzahl Rechenweg, Quelle, verantwortliche Person und Datum der letzten Prüfung festhält.

So wählen Sie aus

Vier Regeln, um wenige Kennzahlen auszuwählen

Starten Sie mit einer Entscheidung
Eine Kennzahl soll eine Entscheidung stützen. Ändert niemand etwas, wenn sich die Zahl ändert, gehört sie nicht ins Dashboard.
Eine Kennzahl, eine Zuständigkeit
Für jede Kennzahl ist eine Person zuständig, die die Regel erklärt und Auskunft gibt, wenn die Zahl seltsam wirkt.
Ziel mit Spielraum
Ein Referenzbereich ist ehrlicher als eine einzelne Zahl: Er meldet, wenn etwas aus dem Rahmen fällt, ohne jede Schwankung als Problem zu behandeln.
Regelmäßige Prüfung
Die Kennzahlenliste wird von Zeit zu Zeit überprüft. Was niemand mehr ansieht, fliegt aus dem Dashboard.

Nächster Schritt

Welche Kennzahlen sind für Ihr Geschäft sinnvoll?

Im Fragen-Workshop legen wir gemeinsam fest, wie jede Kennzahl gerechnet wird und wo sie in die Irre führen kann. Erzählen Sie uns, was Sie wissen möchten.

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